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Streiten schadet meist mehr als die Scheidung. Scheiden tut weh. Dies gilt in emotionaler, wie in wirtschaftlicher Hinsicht. Das Risiko, zum „Scheidungsopfer“ zu werden, hat sowohl materielle als auch immaterielle Auswirkungen auf alle Lebensbereiche des Scheidungsopfers. Ein Trennungsopfer sieht sich selbst gegenüber dem Rest der Familie benachteiligt und fühlt sich als Opfer von Ex-Partner, Gericht, Jugendamt, ja, dem ganzen System. Trennen oder Scheiden ist für die meisten Betroffenen eine sehr ernste Lebenskrise. Eine Krise zeichnet sich dadurch aus, dass man sich in einer Lebenssituation befindet, in der bisherige eigene Erfahrungen und Reaktionsmuster nicht ausreichen, um mit der Situation alleine klarzukommen. Man fühlt, dass man mit seinen Frustrationen und Sorgen alleine da steht. Daher ist es wichtig, dass man sich in solch einer Krise irgendwohin wenden kann, um sich abseits der Scheidungsindustrie auszutauschen, um vielleicht wieder Hoffnung zu bekommen und um gestärkt und erfahrener aus der Krise herauszukommen.
Trennungsopfer möchte Menschen, die sich in solchen Krisen befinden, die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen. Unsere Plattform versucht Probleme und Härtefälle aufzuzeigen und soll den Menschen ein Sprachrohr sein und ihnen in der Öffentlichkeit unterstützend zur Seite stehen.