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Wenn eine familiäre Beziehung zerfällt, trifft das Desaster alle involvierten Generationen. So kommt es dazu dass z.B. in Großbritannien über einer Million Kinder der Kontakt zu den Großeltern verweigert wird! Auch in Österreich dürfen viele Scheidungskinder Opa und Oma (meist väterlicherseits) nicht mehr sehen.
Für diese Großeltern bricht mit der Scheidung ihrer Kinder und dem Verlust der Enkelkinder eine bis dahin heile Welt zusammen. Natürlich sind die Kinder die ärmsten Opfer einer Scheidung, aber viele Großeltern leiden nicht weniger an einer Trennung von ihren Enkelkindern, gerade dann, wenn sie ein wichtiger Anker sein könnten. Großeltern sind oft gute Vermittler und eine letzte Brücke zwischen den geschiedenen Elternteilen. Großeltern bieten einen sicheren Ort, an den Kinder sich vor dem Konflikt zurückziehen können. Und nicht zu vergessen: Großeltern übernehmen immer noch den größten Teil an sozialer und finanzieller Unterstützung von Enkelkindern im Werte von Milliarden!
Die Beziehung zu den Großeltern darf nicht vernachlässigt werden. Großeltern mischen sich auch in das Erziehungsverhalten der Eltern ein und verwischen so die Grenzen der Generationen. Kinder suchen sich in Konfliktsituationen oft Rückendeckung bei ihren Großeltern. Kinder wenden sich auch bei Enttäuschungen an die Großeltern, um sich dort die Befriedigung zu holen, die sie zu Hause nicht bekommen.
Kinder haben ein Recht auf eine gelebte Beziehung zu Vater, Mutter, aber auch zu Großeltern und den übrigen Verwandten.