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Alle Eltern wissen, was es für ein Kind bedeutet, ein Spielzeug zu verlieren, wissen, wie traurig Kinder sein können - was bedeutet da erst der Verlust eines Elternteils für ein Kind! Kinder sind die schwächsten Opfer im Scheidungsprozess. Daher muss das Kindeswohl vorrangig sein. In jeder Scheidung sollte es in erster Line um die Würde und den Schutz von Kindern gehen. Kinder haben ein Recht auf beide Eltern! Kinder sind weder Besitz, Machtmittel, Eigentum, Racheobjekt noch Mittel zur Befriedigung eigener Sehnsüchte oder gar als ideologischer Spielball im Konflikt der Geschlechter zu missbrauchen. Der Bremer Geschlechter- und Generationenforscher Professor Dr. Gerhard Amendt sagt:: “Der Mensch ist das Produkt aus Herkunft, Glauben und Zugehörigkeit zu einem familiären System. Während bei Vaterlosigkeit und Vaterverlust (Tod) der Trauerprozess irgendwann abgeschlossen werden kann, um der Einsicht in die Unabänderlichkeit zu weichen und neue Orientierungen zu ermöglichen, wird bei der Vaterabwesendheit die Anspannung aller genannten Gefühle niemals gelöst.“ Kinder geschiedener Eltern müssen in mehr als einer Familienwelt leben, aber sie sollen wissen, dass Mutter und Vater ihre Eltern bleiben, auch wenn die Ehe endet. Der ehemalige Partner darf daher trotz diverser Divergenzen nicht „vernichtet“ werden. Lange Sorgerechtsdiskussionen oder der Druck auf die Kinder, „eine" Seite zu wählen, überfordern das Kind und verschlimmern die Scheidung nur noch. Eine gute Scheidung gibt es nicht, sie sollte im Interesse des Kindes zumindest so schnell und schmerzlos wie möglich sein. Denn Kinder brauchen die Liebe beider Eltern, und wer geliebt wird, ist glücklich!
„Die Achtung der Rechte der Kinder ist ein Maßstab für die Kultur einer Gesellschaft.“