Petition Gemeinsame Obsorge

Zahlen und Fakten

 

Familien

 

Die Mikrozensus-Erhebung von Statistik Austria 2006 ergab 2,311 Mio. Familien. In 1,424 Mio. Familien (61,6 %) leben Kinder. Insgesamt gibt es 990.000 Ehepaare (42,9 % der Familien) und knapp 138.000 Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind (6,0% der Familien). Darüber hinaus weist der Mikrozensus 2006 rund 296.000 Einelternfamilien aus. Der größte Teil davon (251.000 oder 10,9 % der Familien) besteht aus alleinerziehenden Müttern mit ihrem Kind/ihren Kindern. Familien mit alleinerziehenden Vätern machen einen weitaus kleineren Teil aus (rund 44.000 oder 1,9 % der Familien).

 

Rund 887.000 Familien sind Paare ohne Kinder (38,4 %). Da die Familienstatistik nur die im gleichen Haushalt zusammenlebenden Familienmitglieder erfasst, handelt es sich dabei mehrheitlich um Familien, deren Kinder bereits das Elternhaus verlassen haben. Unverheiratet zusammenlebende Frauen und Männer sind häufiger „kinderlos“ (54,0 %) als Ehepaare (42,3 %).

 

Die Familien- und Jugendsoziologin Dr. Anneke Napp-Peters wies in der wohl bekanntesten Langzeitstudie über 150 deutsche Scheidungsfamilien nach, dass die meisten der 169 Kinder die Scheidung der Eltern als schweren Einbruch in ihre Lebenswelt erlebten. Die stärksten Verhaltensauffälligkeiten und psychosozialen Störungen zeigten Kinder, die zum getrennt lebenden Elternteil den Kontakt nach der Scheidung verloren hatten. Damit wird die Wichtigkeit des Kontaktes beider Elternteile zum Kind unterstrichen. „Kontinuierliche Familienbeziehungen sind aber nicht nur für das Kind wichtig. Auch der Elternteil, der den Familienhaushalt verlässt, ist auf regelmäßige Kontakte zu seinen Kindern angewiesen. Diese helfen ihm sich seiner elterlichen Identität zu versichern und seine oft angeschlagene Stabilität wiederzuerlangen.“