Petition Gemeinsame Obsorge

Kampf um den Unterhalt

 

Ein weiteres großes Problem

 

In jeder zehnten Familie kommen Väter ihrer Unterhaltspflicht nicht mehr nach. Das Ansteigen der Fälle wo ein Elternteil der Unterhaltszahlungszahlung nicht nachkommt ist laut Familienministerium multifaktoriell. Einerseits steigt neben der Zahl der Scheidungen auch die Überschuldung der Bevölkerung rapide an. Andererseits lässt das schlechte Verhältnis zur Mutter, eine zu geringe Bindung zum Kind, der Versuch, sich ein neues Leben aufzubauen und damit finanziell überfordert zu sein, offenbar die Bereitschaft bzw. Fähigkeit der Männer sinken, Unterhalt zu zahlen. Selbständige neigen vermehrt dazu, ihr Einkommen zu verschleiern, was den Unterhaltsanspruch der Kinder reduziert.

 

Aber auch Arbeitslosigkeit ist für geschiedene Männer ein großes Problem, denn sie erschwert ihnen den Zahlungen nachzukommen. Mit Zahlungsforderungen, die manchmal sogar bis unter das Existenzminimum reichen, wird es den Betroffenen fast unmöglich gemacht, weder die Familie zu unterstützen noch überhaupt ein menschenwürdiges Dasein führen zu können.

 

Empirische Untersuchungen zur Unterhaltssäumigkeit gibt es derzeit keine dazu, heißt es aus dem Familienministerium.

 

In seiner Studie „Scheidungsväter“ versuchte Amendt erstmals, empirisch Fakten zur Lage von Scheidungsvätern zu bekommen. Untersucht wurden Felder wie Trennungsgeschichte, Unterhaltszahlungen, Umgangshäufigkeiten, Gewalthandlungen, Gesundheit, soziale Lage, Arbeitslosigkeit, Mitglied in Väterorganisationen. Die Studie wurde übrigens von einem anonymen Mäzen finanziert. Amendt kommt zu dem Ergebnis, dass „die Studie durch Konfrontation mit der empirisch dokumentierten Wirklichkeit die Greuelmärchen über Scheidungsväter [widerlegt].“