Petition Gemeinsame Obsorge

Pflegearbeit innerhalb der Familie

 

Mikrozensus 2002

 

Nicht berufliche Pflegearbeit zählt meist zur Familienarbeit. Die Pflege naher Angehöriger und Bekannter wird durch das Familieneinkommen und das Pflegegeld bestritten. Das ist auch üblich, innerhalb einer Familie unterstützt man sich gegenseitig.

 

Wer erbringt Pflegeleistungen für Verwandte und Bekannte?

Die Statistik Austria vermeldet 281.900 pflegende Frauen und 144.000 pflegende Männer. Gepflegt wurden 208.200 Frauen und 156.600 Männer.

 

Zwei Drittel der pflegenden sind Frauen, aber auch zwei Drittel der gepflegten. Ursache für diesen deutlichen Unterschied bei den gepflegten Frauen ist die wesentlich höhere Lebenserwartung.

 

Von den Pflegenden waren 184.800 erwerbstätig, 8.200 arbeitslos, die überwiegende Mehrheit von 232.900 Betreuern wird als nicht erwerbstätig, in erster Linie als im Haushalt tätig ausgewiesen.

 

Verwandtschaftsgrad

 

Geht man nach dem Verwandtschaftsgrad der betreuten Personen, lag die eigene Mutter mit 138.100 oder 29,7 Prozent an erster Stelle. Es folgen mit 84.900 Personen oder 18,3 Prozent ein Ehepartner oder Lebensgefährte, die Schwiegermutter folgt mit 50.400 oder 10,8 Prozent. Insgesamt wurden 40.200 Väter betreut (8,6 Prozent), 33.500 Kinder (7,2 Prozent) und 14.600 Schwiegerväter (3,1 Prozent). Dazu kommen noch andere Verwandte oder Verschwägerte mit 70.800 oder 15,2 Prozent und 31.800 Bekannte mit 6,8 Prozent.

 

Dass Frauen im Wesentlichen seine Mutter pflegen ist mit 10,8 Prozent nicht haltbar. Tatsächlich ist es mit 29,7 Prozent die eigenen Mutter, also meist seine Schwiegermutter.

 

Pflegende Männer gehen meist nebenbei arbeiten.

 

Quelle: Mikrozensus 2002